Ricimer Cicaeda
| Ricimer Cicaeda | |
|---|---|
| Volk | Mensch |
| Klasse | Druide (4) |
| Charakterbogen | |
Ricimers Vorgeschichte
Ricimers Vater Dietrik Cicaeda wurde kurz nach seiner Ausbildung zum Kartographen von den Herren von Graufalk vor mehr als 25 Jahren nach Diamantsee geschickt, um die dortige Garnison mit akuraten Karten der Gegend zu versorgen und die Kartographierung der Gegend voranzutreiben. Es dauerte nicht lange, da hatte er sich mit einer Jungen Frau aus dem Dorf, welche ihm beim Erfassen der schon vorhandenen Karten zur Hand ging, angefreundet. Nachdem sie schon eine Zeit lang häufiger auch außerhalb der Garnison zusammen gesehen wurden, gaben sie schließlich ihre Verlobung bekannt und kurz danach auch ihre Heirat. Das Ergebnis war nur knapp ein Jahr später ein Junge, dem sie den Namen "Ricimer" gaben (nach einem Onkel von Dietrik).
Ricimers erste Lebensjahre waren voll Freude und Harmonie und schon früh bekam er ein eigenes Haustier, um welches er sich allerdings auch allein kümmern mußte. Schon sehr früh mußte Ricimer feststellen, daß er es in Bezug auf seine Eltern wohl besser getroffen hatte als die meisten Kinder in Diamantsee: Er musste nicht schon mit 7 Jahren hart arbeiten, um der Familie beim Überleben zu helfen wie die meisten anderen in seinem Alter. Dadurch blieb er allerdings auch verhältnismäßig isoliert im Dorf, und trieb'`sich viel in der näheren Umgebung herum und bewunderte die Natur. Er hatte schon immer ein Händchen für Tiere und so wunderte sich niemand, wenn er zum Beispiel mal wieder mit einem Wiesel auf der Schulter durch das Dorf ging.
Anfangs wohnte die junge Familie in einem kleinen Haus im Dorf, aber nachdem die Mutter an einer nicht näher bekannten Krankheit verstarb (Ricimer war gerade erst 12 geworden), zog Dietrik mit dem Jungen in die Garnison um, da dort auch ein Koch angestellt war und er sich nicht um den Haushalt kümmern mußte.
Im Vergleich zum rauhen Umgangston im Dorf war die Garnison ein Hort des Friedens und er Ruhe. Hier lernte Ricimer abgeschirmt von den Schlägereien im Dorf den Umgang mit Rüstungen, Schild, Scimitar und Kampfstab von den Soldaten, den Unterschied zwischen gut und böse von den Klerikern des Heironeous Tempels und den Umgang mit Federkiel und Tinte von seinem Vater. Da er durchaus über einen gut ausgebildeten Verstand (gekoppelt mit einem guten Schuß Weisheit) verfügte, lehnte er allerdings das fast schon an Hörigkeit grenzende und unbarmherzige unbedingte Vertrauen der Kleriker auf die Gesetze ab. Warum wurde jemand genauso hart verurteilt, der einen Beutel Äpfel des Hungers wegen geklaut hatte, wie jemand, der eine Schaufel aus der Mine mitgehen ließ, um sie zu vergolden? Das konnte doch nicht gerecht sein, aber so wollte es das Gesetz: Dieb ist Dieb.
Auf seiner Suche nach Antworten auf seine Fragen stieß er auf eine Gruppe Druiden und Waldläufer, die in der Nähe von Diamantsee ihr befestigtes Lager hatten und welche manchmal auch ins Dorf kamen, um Geschäfte mit den selteneren Gaben der Natur (wie z.B. Heilkräutern und Anderem) zu machen. Die Naturverbundenheit und Ausgeglichenheit dieser Leute kam Ricimer sehr entgegen, und so war er manches mal für ein paar Tage zu Besuch in ihrem Lager und lernte viel über die Natur im Allgemeinen und über den Umgang mit Tieren im besonderen.
Die meisten der Druiden und Waldläufer waren Gläubige des Gottes Obad-Hai, welcher die Ausgewogenheit zwischen Gut und Böse über alles stellt. Da Ricimer aber grundsätzlich an das Gute in der Schöpfung glauben wollte, konnte er sich nicht mit dieser Gottheit anfreunden. Ab und an kamen auch ein paar Halb-Elfen vorbei, welche der Gottheit Elohnna huldigten. Ricimer verbrachte manch langen Abend mit tiefgreifenden Diskussionen zwischen den Anhängern dieser beiden Glaubensrichtungen. Nach einer durchdiskutierten Nacht kam Ricimer zu dem Schluß, daß er sein Glück in der Berufung als Druide suchen und ein tiefer Respekt vor Elohnna und ihrer Weisheit brachten ihn dazu, sie zu verehren - auch wenn er der Meinung war und ist, daß das eigentlich Göttliche die Natur selber und Elohnna und Obad-Hai nur die Gehilfen dieser uralten Kraft seien.
Die Druiden nahe Diamantsee nahmen ihn nach einer Eignungsprüfung in die Reihen der Druiden auf - allerdings mit leichtem Widerwillen, da sie in Obad-Hai mehr sahen als nur einen Gehilfen der Naturkraft, ein Standpunkt den Ricimer weder annehmen wollte noch konnte. Nachdem er seine Ausbildung (welche wie man sieht erst ziemlich spät begonnen hatte) abgeschlossen hatte, war er voll des Tatendranges, seine neuen Kräfte auszuprobieren. Als erstes suchte er sich einen tierischen Weggefährten und fand einen großen und kräftigen Neufundländer. Da dieser Neufundländer sehr kräftig war und ohne Murren einen Lastsattel mit Inhalt trug, gab er ihm den Namen "Gorr" (Mittelhochdeutsch für „schlechtes Pferd“, Anmerkung des Spielers ;-).
Nachdem er durch ein paar kleinere Gefälligkeiten von den Soldaten und anderen Leuten eine einfache Ausrüstung geschenkt bekommen hatte, war er nun voll des Tatendrangs und wollte sehen, wie sich sein neues Wissen in der Praxis anwenden ließe.
Dies war die Situation von Ricimier am _Abend des 8. Saatmonds des Jahres 595 CY - und Ricimer wusste noch nicht, daß sein Wunsch nach aufregenden Abenteuern schneller in Erfüllung gehen sollte, als er dachte...